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Die Geliebte des Teufels
Written by WABE
Ich schauderte zusammen, ging mit langsamen Schritten an den Regalen entlang, suchend und unentschlossen. "Junge Frau", sagte der Mann, der hinter einem langen Tisch saß, Akten und Ordner vor sich, "wir schließen in fünfzehn Minuten. Sie sollten sich rasch entscheiden." "Ja, ja", gab ich zurück und lächelte. "Ich weiß nicht so recht!? Vielleicht komme ich morgen noch mal vorbei." Er brummte vor sich hin, kramte in seinen Papieren herum. Die stummelige Pfeife, die in seinem Mundwinkel hing, stieß dicke, graublaue Wolken aus.
Meine Augen gingen durch den Raum. Schon wollte ich mich dem Ausgang zuwenden, da stutzte ich. Dort, an einem der Tische, saß ein Mann, vielleicht 35 bis 40 Jahre alt, in einem weißen, seidenen Anzug. Seine Blicke fraßen sich in die meinen, bohrten sich in meine Pupillen, in mein Hirn, lähmten es, legten die Gedanken still. Doch das war es nicht allein, was mich so überraschte, was mich wie angewurzelt stehenbleiben ließ. Die Haut des Mannes war kohlschwarz, sein Mund vollippig. Und dieser Mund verzog sich langsam zu einem breiten, Siegessicheren Lächeln. Ich sah kurz auf die weißen, ebenmäßigen Zähne, wollte mich abwenden, aber es gelang mir nicht. Die' dunklen, brennenden Augen hielten mich gefangen, lockten, befahlen, dirigierten.
Langsam ging ich, wie von einem unsichtbaren Magneten angezogen, auf diesen Tisch zu, blieb davor stehen, wartete. Mein Herz klopfte wie eine dumpfe Trommel. Der Mann erhob sich, wuchs vor mir auf. Er war dreißig, vierzig Zentimeter größer als ich, blickte auf mich herab. Die stechenden Augen drohten mich zu versengen. Ich spürte, wie meine Knie zu zittern begannen, wie der Schweiß aus allen meinen Poren drang. Und völlig unerklärlich für mich fühlte ich scharfe Lustwellen meinen Unterleib überschwemmen, meine Brüste.
Ganz deutlich nahm ich wahr, daß sich die Warzen aufstellten, dick und prall wurden und unerträglich schmerzten.
"Ist Ihnen nicht gut, gnädige Frau?" fragte der Fremde akzentfrei. "Kann ich irgend etwas für Sie tun? Sie suchen ein bestimmtes Buch?"
"Nein, nein", flüsterte ich und senkte den Kopf, um dem fordernden, lauernden Blick zu entgehen. "Ich komme morgen noch mal vorbei. Hier wird jetzt geschlossen." "Na gut." Sein Lächeln war weich und beruhigend. "Dann gehen wir also!" "Wir?" hauchte ich. "Wie soll ich. . .
"Aber", sagte er mit fester Stimme, "Sie werden doch meine Einladung nicht abschlagen? Ich bitte Sie!" "Einladung?" stotterte ich.
"Ja, natürlich. Was ist daran so ungewöhnlich? Oder genieren Sie sich etwa mit mir?"
"Nein, nein", sagte ich rasch, "das ist es nicht, nur . . . "
"Na, sehen Sie! Bitte kommen Sie! Gleich nebenan finden wir ein ausgezeichnetes Restaurant. Wir kommen gerade zum Abendessen zurecht."
Er bot mir seinen Arm. Wie in Trance hielt ich mich daran fest, ließ mich führen, nach draußen, zwanzig, dreißig Meter weit, bis zum Lokal, durch die geöffnete Tür, hin zu einem alleinstehenden Tisch, der in einer abseitsgelegenen Nische stand.
"Bitte, nehmen Sie Platz", sagte er. "Was darf ich Ihnen bestellen? Wein, Whisky, Kognak, Likör?"
"Kognak", stammelte ich und fühlte mich wie in einem Traum. Das hier konnte doch nicht wahr sein. Was suchte ich hier? Wer war dieser Mann? Was hatte er vor? Ich war versucht aufzustehen und ganz einfach davonzugehen, doch als ich in die schwarzen, scharfblickenden Augen sah, kam wieder diese rätselhafte Schwäche über mich.
Auch das harte Zucken war wieder da, in meinem Bauch, in meinen Schamlippen, in meinen Brüsten. Der Kellner servierte. Ich trank drei, vier Gläser, rauchte in hastigen Zügen mehrere Zigaretten hintereinander.
"Ich habe geschäftlich hier in München zu tun", sagte der Fremde während des Essens. "Ich fahre morgen zurück, nach Jamaika. Kennen Sie Jamaika?"
"Nur von der Landkarte her", flüsterte ich ziemlich dumm. Er lachte. Seine Hand legte sich auf die meine. Ich starrte auf diesen Kontrast wie eine Schlange auf das Kaninchen. Meine Haut war weiß, fast durchsichtig, die seine tief dunkel, bald schwarzschimmernd, mit hellen, gepflegten Fingernägeln. Ich spürte die Wirkung des Alkohols, süß und lähmend. Unruhig rutschte ich auf meinem Sitz hin und her, preßte die Schenkel dicht gegeneinander, rieb sie unbewußt, spürte die Feuchtigkeit dazwischen.
"Was haben Sie?" fragte der Mann dicht vor meinem Gesicht und beobachtete mich aufmerksam.' "Nichts, nichts", wisperte ich und konnte den hastigen Atem nicht unterdrücken. Er lächelte wissend, schwieg, nur seine Augen waren da, ließen mich keinen Augenblick los, wanderten langsam herab, zu meinen Brüsten hin, die ihren cremigen, prallen Ansatz zeigten.
"Setzen Sie sich bitte weiter zurück", lächelte der Mann, und seine Finger krochen über meinen Handrücken, fuhren wie ein Hauch darüber hinweg. "Warum?" keuchte ich. "Ich verstehe nicht. .. "Ich möchte Ihre Schenkel sehen'", drängte er weich. Ich gehorchte wie unter Hypnose, wie unter einem süßen, mattmachenden Zwang, der wie ein verzehrendes Feuer meinen Leib durchraste. Seine Augen glitten herab, musterten meine runden Schenkel, die das kurze Sommerkleid nur halb verdeckte. Das nackte Fleisch leuchtete weiß und makellos in der indirekten Beleuchtung.
"Ihr Mann muß seine Freude an Ihnen haben", sagte der Fremde heiser und monoton. "Es gibt doch einen, oder...?"
"Natürlich", flüsterte ich zurück. "Und wo ist er jetzt?"
"Verreist", sagte ich und bereute im gleichen Augenblick meinen vorschnellen Ausspruch.
"Aha, verreist. Für lange Zeit?" Er lächelte immer noch. "Drei Tage", sagte ich. Jetzt war mir alles egal. "Nun, so eine junge, schöne Frau und dann allein, das ist nicht gut. Wie alt sind Sie eigentlich?"
Seine dunkle Hand kroch über meinen nackten Oberarm, drückte ihn besitzergreifend, fuhr daran auf und ab. "Vierundzwanzig", flüsterte ich aufstöhnend und sah seinen- langen, schlanken Fingern zu. "Bitte nicht! Lassen Sie das!"
Mein Blut begann zu kochen. Meine Brüste waren wie dicke, prallgefüllte Ballons. Mein Bauch zuckte. Meine Schamlippen klafften deutlich spürbar, gaben Nässe frei. Mein Gott, dachte ich. Oh, mein Gott. Meine Gedanken verwischten sich, wirbelten, kreisten, zauberten Bilder vor mein geistiges Auge. Ich sah mich nackt, in meiner Wohnung, auf dem breiten Bett liegend, die Beine gespreizt, die Brüste mit meinen eigenen Händen haltend. Und über mir hockte der Fremde, ebenfalls nackt. Sein kohlschwarzer Leib glänzte, die mächtigen Muskeln spielten. Ich sah seine schmale Taille, seinen flachen Bauch. Und ich sah seinen riesigen Schwanz, der sich drohend gegen mich erhob, seinen schaukelnden, schweren Hodensack.
Ich hörte seine Stimme, gurrend und endgültig.
"Liege still! Mach die Beine breit! Ich Flick dich!"
"Nein, nein", hörte ich mein Keuchen. "Nicht mit diesem Riesending! Damit bringst du mich um! Nein, nein. Nicht."......(cont)
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